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RETROSPEKTIVE «SUPERLATIVE»

Ganz (un-)bescheiden ist die diesjährige Retrospektive mit «Superlative» übertitelt. Wir zeigen eine Auswahl an Filmen, die aus der schwullesbischen Kinogeschichte nicht wegzudenken sind und laden zum Streit darüber, welches der erotischste, der beste, der dramatischste queere Film aller Zeiten ist.

Bound - Gefesselt

USA 1996 / OV / UT: DEUTSCH, FRANZÖSISCH / 35MM / 108 MIN.
REGIE: ANDY WACHOWSKI, LARRY WACHOWSKI

SO 9. NOV. / 18.00 UHR / CINEMATTE
MO 10. NOV. / 18.00 UHR / CINEMATTE

Die attraktive Violet lebt mit dem gerissenen Geldwäscher und Mafioso Caesar zusammen. Als sie der frisch aus dem Knast entlassenen Corky begegnet, ist es Liebe auf den ersten Blick. Aus purer Leidenschaft entsteht bald auch ein neues Ziel: Violet und Corky beschliessen, gemeinsam ein besseres Leben zu beginnen. Das beinahe unmögliche Vorhaben reift zu einem lückenlos durchdachten Plan. Die kaltblütigen Mittel, die einem Mafioso in solchen Fällen recht sind, sollen einer Mafiosa billig sein. Das Katz-und-Maus-Spiel mit der Mafia kann beginnen!

Mehrfach preisgekrönter Film, in dem die Gebrüder Wachowski durch zwei starke weibliche Charaktere die Konventionen des Film noir brechen wollten.

Trailer zum Film




High Art

USA 1998 / OV / UT: DEUTSCH / DVD / 101 MIN.
REGIE: LISA CHOLODENKO

FR 7. NOV. / 20.30 UHR / CINEMATTE
SA 9. NOV. / 18.00 UHR / CINEMATTE

Syd ist junge Redakteurin eines hippen Kunstmagazins. Durch Zufall lernt sie in der WG über ihr die ehemals erfolgreiche Fotografin Lucy und deren sonderbare Geliebte Greta kennen. Syd ist von Lucy und ihrer Arbeit fasziniert und bietet ihr an, sie mit einer Fotoserie in der nächsten Ausgabe ihres Magazins gross herauszubringen – anfänglich nicht ohne die Hoffnung auf einen kleinen Karriereschub im Hinterkopf.

Magisch voneinander angezogen taucht Syd immer tiefer in Lucys von Schaffenskrisen, Apathie und Drogenabstürzen durchzogene Künstlerwelt ein. Gemeinsam begeben sie sich auf eine leidenschaftliche Beziehungsreise, an deren Ende die schmerzliche Frage steht, wie weit eine Künstlerin zu gehen bereit ist um anerkannt zu werden – und zu welchem Preis.

Trailer zum Film (Quicktime)




Alive & Kicking

UK 1995 / OV / UT: DEUTSCH, FRANZÖSISCH / 35MM / 98 MIN.
REGIE: NANCY MECKLER

FR 7. NOV. / 18.00 UHR / CINEMATTE
MO 10. NOV. / 20.30 UHR / CINEMATTE

Tonio, ein frivoler Tänzer, soll die Hauptrolle in «Indian Summer» übernehmen. Seine Kompanie will mit dem erfolgreichsten Stück noch einmal auftrumpfen. Doch die Wiederaufnahme stellt zugleich das Leben von Tonio auf die Probe. Zum einen verwickelt ihn der besonnene Jack in eine feste Beziehung. Zum andern bricht das HI-Virus aus. Wie wird Tonio diesen Frühherbst überstehen? Ergreifende Tanzszenen und freche Dialoge krönen die Liebesgeschichte von zwei Männern, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Trailer zum Film




The Gymnast

USA 2006 / OV / UT: DEUTSCH / DVD / 96 MIN.
REGIE: NED FARR

SA 8. NOV. / 20.30 UHR / CINEMATTE
MI 12. NOV. / 18.00 UHR / CINEMATTE

Schon sehr lange hat die einstige Olympia-Athletin Jane nach einem Unfall keine Sporthalle mehr betreten. Ihren Körper hat sie stets in Topform gehalten, sonst jedoch besteht ihr Leben aus Durchschnittlichkeit und Langeweile.

Das zufällige Zusammentreffen mit der Power-Akrobatin Serena vermag Janes Ehrgeiz und Lebensfreude neu zu wecken. Gemeinsam beginnen die beiden Artistinnen, an einer Luftakrobatiknummer für einen Auftritt in Las Vegas zu arbeiten: kraftvoll, konzentriert und mit viel Erotik – bis ein Kuss ihre Herzen und Leben gänzlich durcheinander wirbelt. Wird das Band zwischen Ihnen auch auf dem Boden der Wirklichkeit halten?

22malige Auszeichnung als «bester Spielfilm» an internationalen Festivals!

Trailer zum Film (Quicktime)




Maurice

UK 1987 / OV / UT: DEUTSCH, FRANZÖSISCH / 35MM / 140 MIN.
REGIE: JAMES IVORY

SO 9. NOV. / 20.30 UHR / CINEMATTE
MI 12. NOV. / 20.30 UHR / CINEMATTE

Maurice, ein junger Mann aus der höheren Gesellschaft beginnt 1909 in Cambridge sein Studium. Dort verliebt er sich in seinen Kommilitonen Clive.Während sein platonisch-homoerotischer Freund Clive die in der spätviktorianischen Gesellschaft als Abartigkeit geltende Homosexualität aus Angst vor Strafe und Ächtung schliesslich verleugnet, findet Maurice an der Seite eines Wildhüters das Glück der Liebe. «Maurice» prangert die Repression des Staates und der Gesellschaft gegen die Homosexualität an. Die Literaturverfilmung hält sich eng an die Vorlage von E.M. Foster, die ebenso sorgfältig wie kritisch eine Welt beschreibt, in der moralischer Anspruch und gesellschaftliche Wirklichkeit weit auseinander klaffen.

Trailer zum Film