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DIE SPIELFILME
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20 Centimetros
SPANIEN 2005 | OV SPANISCH MIT ENGL. UT, 35MM, 113 MIN.
REGIE: RAMóN SALAZAR
DO 10. NOV. | 21.00 UHR | KINO ABC
SA 12. NOV. | 12.30 UHR | KELLERKINO
Marieta heisst gemäss ihrem Pass eigentlich Adolfo, denn sie ist eine Frau im Körper eines Mannes. Obwohl ihr 20 Zentimeter langer Penis einen Vorteil gegenüber der Strassenstrichkonkurrenz bedeutet, ist es ihr grösster Traum, das Ding wegzuoperieren. Da Marieta zudem an Narkolepsie leidet, hat sie des öfteren Gelegenheit, ausführlich von einem Leben als richtiges Glamourgirl zu träumen.
«20 Centímetros» erzählt die tragische Geschichte von unerfüllten Sehnsüchten und sexuellen Identitätskrisen, ist aber erstaunlicherweise mit doppelt so vielen Tanz- und Gesangseinlagen gespickt wie jeder Bollywood-Film. In Marietas farbenfrohen Träumen wird den klassischen Musicals der Filmgeschichte die Referenz erwiesen mit Liedern von gestern bis heute. Ein Wiederhören mit «Parole Parole Parole» von Mina und «Boys» von Sabrina Salerno gibt es ebenso wie mit Madonna und Queen oder dem spanischen Song «La vida es una tombola». Am diesjährigen Filmfestival in Locarno gab's Standing Ovations für das provokante Musical-Drama ganz im Stile Almodóvars.
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Un año sin amor
ARGENTINIEN 2004 | OV SPANISCH MIT DT. UND FRANZ. UT, 35MM, 95 MIN.
REGIE: ANAHí BERNERI
FR 11. NOV. | 18.00 UHR | KELLERKINO
SA 12. NOV. | 23.00 UHR | KELLERKINO
SO 13. NOV. | 18.00 UHR | KELLERKINO
Pablo ist Schriftsteller und HIV-positiv. Als er erfährt, dass er noch im Laufe des Jahres sterben wird, beginnt er Tagebuch zu führen. Wie ein Kompass soll ihm das Schreiben die Richtungen anzeigen, in die ihn seine Krankheit und der Kampf um körperliche Selbstbestimmung führen. Mit der Verpflichtung zum Schreiben geht der Wunsch einher, seine Leiden zu lindern nicht nur die gesundheitlichen, sondern auch die emotionalen. Darum begibt sich Pablo auf die Suche nach der großen Liebe oder wenigstens nach einem Mann, der ihm noch einmal die Fülle des Lebens eröffnet. Er schaltet Kontaktanzeigen und streift durch die schwule Szene von Buenos Aires, durch Pornokinos und öffentliche Klappen. Er will seinen Körper disziplinieren; er will das wilde Tier, das Monster, das er in sich spürt, zähmen. Auch Sex ist ein Mittel, sich des Lebens zu vergewissern. Aber erst in einer Gruppe, die ihn mit sadomasochistischen Praktiken bekannt macht, wird ihm der Zusammenhang zwischen Schmerz und Lust bewusst.
«Un año sin amor» erhielt dieses Jahr den begehrten TEDDY-Award an der Berlinale als Bester Spielfilm.
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Three months with Pook
AUSTRALIEN 2000 | OV ENGLISCH, VIDEO, 39 MIN.
REGIE: JACK FELDSTEIN
FR 11. NOV. | 20.30 UHR | KINO IN DER REITSCHULE
SA 12. NOV. | 18.00 UHR | KINO IN DER REITSCHULE
Eine Geschichte im Stile Woody Allens: Neurotiker und Neurotikerin treffen aufeinander und versuchen eine Beziehung einzugehen. Das Objekt der Begierde ist in diesem Fall «Pook», eine jüdische Lesbe mit wie sich herausstellt «vielfältiger» Vergangenheit. Begehrt wird sie von einem ebenfalls jüdischen Mann, der sich bis zu seiner Begegnung mit Pook rühmen konnte, jedem nur denkbaren Klischee eines schwulen Australiers zu entsprechen. Zwangsläufig stürzt er in eine tiefe Sinneskrise. Gespickt mit den verwunderten und höchst unterhaltsamen Off-Kommentaren des verzweifelten Verliebten, wird die Geschichte als Dialog erzählt. Die Mittel der digitalen Filmtechnik schaffen eine phantastische Bilderwelt, die mit Assoziationen spielt und diesen Film zu einem besonderen Sehvergnügen macht.
Wird gezeigt mit Annie Sprinkle's amazing world of orgasm
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Goldfish memory
IRLAND 2003 | OV ENGLISCH MIT DT. UT, 35MM, 85 MIN.
REGIE: LIZ GILL
SO 13. NOV. | 21.00 UHR | KINO IN DER REITSCHULE
Alle verlieben sich. Ständig. Immer wieder aufs Neue. Ungebremst, leidenschaftlich oder abgeklärt. Dann kommt die Wirklichkeit ins Spiel. Ist es Liebe oder nur Verlangen? Lass ich mich gehen oder gehe ich? In Dublin ist es nicht anders als in jeder anderen Stadt auf dieser Welt zwischen Menschen, die das Zwischenmenschliche suchen. Und in «Goldfish Memory» treffen sie alle aufeinander, die Lesben, die Schwulen, die «ich-weiß-noch-nicht» und die «du-da-bin-ich-mir-aber-sicher». Während Tom Clara liebt, erschließt diese mit Angie neue Horizonte. Red, der smarte Fahrradkurier, unterstützt vehement das Coming Out seiner Zufallsbekanntschaft. Und alle spielen sie miteinander, gegeneinander und füreinander ein Spiel, das jedeR kennt und jedeR gewinnen will. Die Liebe ist das Ziel.
«Goldfish Memory» ist voller Überraschungen, witziger Einfälle und entwickelt unter der Regie von Liz Gill viel Tempo und Charme.
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Mysterious Skin
USA 2004 | OV ENGLISCH MIT DT. UND FRANZ. UT, 35MM, 99 MIN.
REGIE: GREGG ARAKI
FR 11. NOV. | 23.00 UHR | KELLERKINO
SA 12. NOV. | 20.30 UHR | KELLERKINO
SO 13. NOV. | 20.30 UHR | KELLERKINO
Brian ist ein mit Problemen belasteter 18-Jähriger aus dem schrecklich kleinen Kaff Hutchison in Kansas. Von Alpträumen geplagt, glaubt er, Opfer einer Entführung durch Aliens gewesen zu sein. Neil dagegen ist der ultimativ schöne Aussenseiter: altklug und neugierig. Bereits in früheren Jahren von seinem Baseballcoach in die «Liebe» eingeführt, will er mehr sexuelle Erfahrungen sammeln. Er prostituiert sich leichtsinnig, ohne sich der gefährlichen Konsequenzen bewusst zu sein. Seine Suche nach Liebe führt ihn schliesslich nach New York, während Brians Reise zu Neil führt. Gemeinsam beginnen sie ihre Geheimnisse zu lüften und finden dabei heraus, dass der Schlüssel zu ihrem Glück im Austreiben ihrer gegenseitigen Dämonen liegt. Basierend auf dem Roman von Scott Helm ergründet der Film die Köpfe zweier aussergewöhnlicher Jungen auf dem Weg zu sich selbst. Mit Elisabeth Shue («Leaving Las Vegas», «The Saint») in der Rolle von Neils liebender, aber frivoler Mutter.
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Producing adults
FINNLAND 2004 | OV FINNISCH MIT ENGL. UT, 35 MM, 100 MIN.
REGIE: ALEKSI SALMENPERA
FR 11. NOV. | 20.30 UHR | KELLERKINO
SA 12. NOV. | 18.00 UHR | KELLERKINO
SO 13. NOV. | 12.30 UHR | KELLERKINO
Venla arbeitet als Psychologin in einer Fruchtbarkeitsklinik und träumt von einem Kind mit ihrem langjährigen Freund. Doch als sich herausstellt, dass dieser Traum nie in Erfüllung gehen wird, wendet sie ihre Sehnsucht den Reagenzgläschen in der Klinik zu, die Millionen von Samenspenden enthalten. Gross, dunkelhaarig, blauäugig mehr weiss sie nicht über den zukünftigen Vater ihres Kindes. Doch alle Träume vom normalen Familienleben geraten durcheinander, als sie sich in die sympathische Ärztin verliebt, die sich anerboten hat, ihr zu helfen.
Zwischen Komödie und Drama angesiedelt, nimmt «Producing Adults» das Thema Kinderwunsch auf ungewöhnliche und provozierende Weise auf, verliert dabei aber nie den satirischen Blick im Umgang mit gesellschaftlichen Grenzen.
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Take a deep breath (Disi duboko)*
SERBIEN-MONTENEGRO 2004 | OV SERBISCH MIT ENGL. UT, 35 mm, 80 MIN.
REGIE: DRAGAN MARINKOVIC
FR 11. NOV. | 23.00 Uhr | KINO KUNSTMUSEUM
SA 12. NOV. | 12.30 Uhr | KINO KUNSTMUSEUM
Sasha will abhauen. Mit ihrem Freund Stephan schmiedet sie Pläne für die Ausreise nach Kanada. Die Flucht vor der kriselnden Ehe ihrer Eltern und der ungewissen Zukunft im einst kriegsgebeutelten Belgrad wird immer dringlicher. Doch da geraten beide in einen schweren Autounfall. Während Stephan im Spital festsitzt, macht Sasha Bekanntschaft mit dessen heissblütiger Schwester Lana. Bald relativieren sich alte Pläne und die beiden geben sich ihrer Leidenschaft hin. Doch der Strudel der Gefühle wird zum Entscheidungskonflikt. Sasha muss sich bald der auseinanderbrechenden Familie und der Konsequenzen ihrer lesbischen Liebe stellen.
Dragan Marinkovics Film zeichnet ein unerwartetes Bild des schwelenden Generationenkonflikts in Serbien. Angesiedelt irgendwo zwischen Seifenoper, Familiendrama und Psychothriller nimmt Sashas Selbstsuche manch unerwartete Wendung
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Butterfly
CHINA 2004 | OV Chinesisch MIT ENGL. UT, 35 MM, 124 MIN.
REGIE: YAN YAN MAK
SA 12. NOV. | 20.30 UHR | KINO IN DER REITSCHULE
SO 13. NOV. | 18.00 UHR | KINO IN DER REITSCHULE
Der Alltag von Flavia, eine Frau in den Dreissigern, ist bestimmt durch ihren Job und ihre Pflichten als Ehefrau und Mutter. Die Begegnung in einem Kaufhaus mit der jungen und verführerischen Sängerin Yip weckt in ihr alte Erinnerungen an ihre Jugendliebe Jin. Flavia taucht ein in ihre Vergangenheit und beschliesst, sich auf die Suche von Jin zu machen, die inzwischen Nonne in Macao geworden ist. Die Suche nach Jin ist zugleich eine Suche nach sich selbst und ein Hinterfragen ihres bisherigen Lebens. Trifft sie ihre Entscheidung zugunsten ihrer Familie oder wagt sie den Schritt in eine ungewisse Zukunft?
In atmosphärischen, elegischen Einstellungen erzählt die junge Filmemacherin Yan Yan Mak die Geschichte einer Frau, die eine zweite Chance erhält. «Butterfly» ist ein zeitgenössisches Märchen, das durch visuellen Reichtum, sinnliche Musik und eine reizvoll verwobene Geschichte zwischen früher und heute besticht.
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Go west*
BOSNIEN 2005 | OV BOSNISCH MIT ENGL. UT, 35MM, 97 MIN.
REGIE: AHMED IMAMOVIC
FR 11. NOV. | 18.00 UHR | KINO KUNSTMUSEUM
SO 13. NOV. | 20.30 UHR | KINO KUNSTMUSEUM
«Go West» spielt während des Jugoslawienkonflikts der 1990er Jahre und handelt von der Liebe zwischen Kenan, einem muslimischen Cellisten aus Bosnien und dem Studenten Milan, einem bosnischen Serben mit christlichem Hintergrund. Als Sarajewo von serbischen Truppen belagert wird, fliehen die beiden in Milans Heimatdorf. Kenan wird in Frauenkleider gesteckt und der Öffentlichkeit als Milans Frau «Milena» vorgestellt. Während Milans Vater versucht, ihre Flucht in die Niederlande zu organisieren, werden sie Zeugen von Hass und Gewalt gegen die muslimische Bevölkerung. Die Situation wird für Kenan zunehmend unerträglich, besonders nachdem Milan in die serbische Armee eingezogen wird. Kenans einzige Vertraute ist Ranka, die im örtlichen Café arbeitet und deren dunkle Geheimnisse die meisten Dorfbewohner beängstigen.
Der Film wurde bereits vor seiner Veröffentlichung kontrovers diskutiert und in Bosnien von religiösen und konservativen Kreisen verurteilt. In die Schlagzeilen geriet er auch, weil der Regisseur mehrere Morddrohungen erhalten hat. Dennoch konnte «Go West» in Bosnien, wo Homosexualität nach wie vor ein Tabuthema ist, am diesjährigen Sarajewo Film Festival das erste Mal gezeigt werden und stiess dort auf ein begeistertes Publikum.
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You I love (Ya lyublju tebya)*
RUSSLAND 2004 | OV RUSSISCH MIT ENGL. UT, 35 MM, 83 MIN.
REGIE: OLGA STOLPOVSKAJA, DMITRY TROITSKY
SA 12. NOV. | 20.30 UHR | KINO KUNSTMUSEUM
SO 13. NOV. | 15.00 UHR | KINO KUNSTMUSEUM
Dieser herzerfrischende russische Film vereint Komödie, Sozialkritik und eine sexy Lovestory in einer rasanten Geschichte: Vera und Timofei sind ein Paar und verkörpern Prototypen der aufstrebenden Moskauer Yuppie-Szene. Ihre etwas langweilige Beziehung ändert sich schlagartig, als der junge Mongole Oolomji wortwörtlich in ihr Leben stürzt. Dieser will nur eines: die wahre Liebe, ohne Rücksicht auf gesellschaftliche Geschlechtergrenzen. Damit nimmt die Handlung eine dramatische Wendung, die sich noch steigert, als Oolomjis Familie vom Land plötzlich vor der Haustüre steht.
Präsentiert von: UNCUT warme Filme am Dienstag. UNCUT der Filmabend für Lesben und Schwule im Bierhübeli. Kultfilme, Klassiker, Dokumentarfilme und neue Filme stehen auf dem Programm. Nach dem Film ist die Bar und Lounge im Bierhübeli jeweils offen für alle bis 00.30 Uhr. Programm, Newsletter, Infos unter www.gay-bern.ch/uncut
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